Lust auf Leistung

09. Dez 2016

Wenn wir etwas leisten strengen wir uns an, wenden wir Energie auf. Körperlich und / oder mental-emotional. Jede/r von uns macht das jeden Tag mehr oder weniger intensiv. Mehr oder weniger gesteuert. Je mehr wir uns anstrengen, desto besser ist unsere Leistung und somit unser Resultat? Oder etwa nicht?

Hier tut sich die Frage auf, wofür strengen wir uns eigentlich an?

Mein idealer Gedanke dazu ist, dass wir im Kleinen selber konsequent entscheiden sollten, wofür wir unsere (mentale) Energie einsetzen und wofür nicht. Was mein ich mit „im Kleinen“?

Beispiel 1:
So wie man aufsteht, ins Bad geht, dabei vielleicht schon ans Frühstück denkt (in der Zukunft sind), sich gleich mal ärgert, weil man 4 Mal auf die Schlummertaste gedrückt hat und jetzt viel zu spät dran ist - der Zeitdruck schon ab in der Früh läuft.
Energie-Falle: Schlummertaste in Kombination mit Ärger über sich selber > unnötiger Energieverbrauch.

Beispiel 2:
So wie man auf eine Aussage eines anderen Menschen reagiert. Reagiere ich gewollt oder impulsiv-zufällig? Entscheide ich / mein Verstand, welche der - in mir dargebotenen Emotionen - ich in Sprache und Verhalten umsetze? Oder der impulsive Zufall?

Energie-Falle: Falsche / Nicht-Hilfreiche / zufällig-passierte Reaktionen aus mir heraus, bringen Dynamiken in Lauf, die in der Situation oft nur schwer zu stoppen oder umzuleiten sind > Führung verloren und kann so meine Interessen, meine Ziele in dieser Situation professionell-strategisch nicht umsetzen > Energieverbrauch in jedem Fall > besser gut geführt und somit einem zufriedenen und selbstverantwortlichen Output > Energiegewinn (ein kleiner Sieg im Alltag)
Wer sein Potenzial voll entfalten will, im Moment / in der Situation selbst am Steuer sitzen will, wer sich vom Wettbewerb/er abheben will, wer eigenverantwortlich denken und handeln will, sollte sich diese Fragen mal genauer ansehen.

It’s all about Energy - wenig Energie wenig Leistung

Wir haben nicht unendlich Energie zur Verfügung und sollten uns daher gut überlegen was und wem wir unsere Aufmerksamkeit schenken. Wir sollten auf unsere Energie und hier vor allem unsere mentale Energie gut aufpassen, mit ihr sparsam und klug umgehen. Je bewusster wir das machen, umso selbstbestimmter und wirkungsvoller können wir uns und unsere Gehirn durch den Tag steuern.

Schärfe ein paar Mal pro Tag nach:

  1. Was ist das Nächstliegende wichtige das zu tun ist?
  2. Mach es zu einem Mini-Projekt. Gib dem einen Anfang, Hauptteil, Ende.
  3. Schreib es kurz und unkompliziert auf ein Post it neben Dir.
  4. Leg die Zeit fest: Wie lange wirst / willst Du dafür benötigen?
  5. Schalte „Nebengeräusche“ vorher aus:
    Im Außen: Mailprogramm schließen, Handy auf leise, etc., „trenne“ Dich von KollegInnen im Raum mit zum Beispiel einer imaginären Glaswand oder mach ganz einfach für einige Zeit die Tür zu, sollte das dein Arbeitsplatz bieten.
    Im Innen: Leg kurz die Aufmerksamkeit auf Deine parallele Kopfwelt. Nimm ein weiteres Post it und schreib dringende Gedanken, Ideen oder auch Belastungen und Sorgen auf und "versprich ihnen" Dich danach wieder um sie zu kümmern. Jetzt brauchst Du maximalen, mentalen Freiraum, um hochkonzentriert zu arbeiten.

  6. Leg all Deine Energie durch deinen Fokus - nun ungestört - auf Dein Mini-Projekt.

Die Folge wird sein, dass Du eintauchst in Dein Mini-Projekt. Du dadurch sogar Energie sparst und schneller bist. Dich sinn-er-fühlst. Probier es aus - es funktioniert :o)

Gewöhnen wir uns an, unsere Gewohnheiten zu ändern

Manchmal läuft es aber nicht Plan und wir verschleudern unsere Power immer wieder mal unüberlegt. Im Nachhinein ärgern wir uns oftmals darüber. Der Ärger über den eigenen Ärger - ein völlig unnötiges, überlagertes Zweit-Gefühl, dass viele Ressourcen braucht - zu viele.

Und hier kannst Du ansetzen. Bring Dich in einen generellen Analyse-Modus. Ich gebe zu es ist am Anfang nicht unanstrengend, aber es zahlt sich aus. Die positiven Folgen permanenter Anpassungen im Mikrobereich wirst Du bald spüren - mit Energiegewinn anstatt Verlust! Und was können wir alles machen, wenn wir genug Energie haben, wenn wir Wahlmöglichkeiten erhöhen können, wenn wir uns nicht ans Leben „angekettet“ fühlen? Findest Du diesen Gedanken nicht auch befreiend?

Wenn du Wochen später drauf schaust, denkst Du: „ Lächerlich, hätte ich mich doch schon früher um meinen Kopf gekümmert.“

Eine passende Geschichte dazu

von Stephen R. Covey aus aus: „Die sieben Wege der Effektivität“

Ein Mann ging im Wald spazieren. Nach einer Weile sah er einen Holzfäller, der hastig und sehr angestrengt dabei war, einen auf dem Boden liegenden Baumstamm zu zerteilen. Er stöhnte und schwitzte und schien viel Mühe mit seiner Arbeit zu haben.
Der Spaziergänger trat etwas näher heran, um zu sehen, warum die Arbeit für den anderen so beschwerlich war. Schnell erkannte er den Grund und sagte zum Holzfäller: „Guten Tag. Ich sehe, dass Sie sich Ihre Arbeit ganz unnötig schwer machen. Ihre Säge ist ja richtig stumpf – warum schärfen Sie sie denn nicht?"

Der Holzfäller schaute nicht einmal hoch, sondern zischte nur durch die Zähne: „Keine Zeit! Ich muss sägen!“

Woran wir schlechte Gewohnheiten erkennen

Achte auf Verhaltensweisen, die Dich nicht weiterbringen. Viele unsere Muster sind uns gar nicht bewusst. Obwohl wir oft direkt „davor stehen“ können wir es nicht erkennen. Nimm mal eine Lupe zur Hilfe und schau genau hin, welche Gewohnheiten Dich hindern Dein Potenzial zu entfalten.

Hier einige Beispiele als Denkhilfe zum starten:

  • zu spät zu Terminen und Besprechungen kommen
  • nicht rechtzeitig zurück rufen
  • schlechte, ungenaue Sprache mit Kollegen, Mitarbeitern, Chefs
  • Papierkram auf die lange Bank schieben und/oder ineffizient erledigen
  • Zeit im Internet vertrödeln
  • die Namen der Menschen die wir neu kennenlernen nach 60 Sekunden wieder vergessen
  • lange durcharbeiten ohne Pausen dazwischen
  • In der Früh ein paar Mal auf die Schlummertaste drücken
  • sich zu viele Termine pro Tag vereinbaren
  • sich nicht genügend Zeit für Hobbys, Familie, Freunde nehmen
  • Sein Handy nie ausschalten
  • etc.

Dir fallen sicher innerhalb weniger Minuten deine 5 Wichtigsten, schlechten Gewohnheiten ein. Wenn du dir dann jeden Tag ein 5 Minuten Zeit nimmst, während du irgendwo wartest, zum Beispiel an der Bushaltestelle, an der Kassa im Supermarkt, auf den Zug, auf dein Kind bis die Schuhbänder zu sind ;o) und so weiter…

Wofür strengst Du Dich eigentlich an?

Nimmst Du Dir ausreichend Zeit Deinen Fokus immer wieder zu schärfen?

Wenn wir keine Zeit finden, uns selbst in unserer Lebensführung taktisch, strategisch und fokussiert vorwärts zu bewegen, wie sollen wir dann unsere Leistung abrufen und somit unseren Erfolg und unsere Zufriedenheit im Job erhöhen?

Wenn wir am Laufenden bleiben, haben wir mehr Lust auf Leistung. Haben wir mehr Übersicht. Wir machen damit unseren kleinen „Siege“, die wir täglich einfahren, sichtbar. Denn die brauchen wir, um den roten Faden zu halten, um uns selbst bei Laune zu halten, um das gute Gefühl aufrecht zu erhalten „selbst wirkungsvoll“ auf unser Leben Einfluss zu nehmen.

  • Du möchtest Deinen Fokus neu ausrichten - aus einer starken Position heraus?
  • Du willst Taktik und Strategie Deines Denken’s, Fühlen’s und Tun’s hinterfragen und eine Aktualisierung vornehmen?
  • Du willst die Up & Downs vermeiden und kontinuierlich Dein Ding machen?
  • Du willst entschlossen und inspiriert an Deiner Rolle feilen - inklusive fallen und wieder aufstehen?
  • Du möchtest Dein Business auf’s nächste Level bringen?
  • Du fragst Dich, wer Dich dabei unterstützen kann?

Ich glaube fest daran, dass alles irgendwie Sinn machen sollte und weiß, dass Potenzialentfaltung einen stetigen Weg braucht, damit sich daraus ein individueller, gangbarer eigener Stil entwicklen kann.

Ich lade Dich herzlich zu einem kostenfreien Kennenlerngespräch ein. Persönlich oder virtuell besprechen wir ein konkretes Anliegen und Deine nächsten Schritte.

Glitzernde Vorweihnachtsgrüße

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